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Betonsanierung vom Meisterbetrieb in NRW
Schnell. Sauber. Dauerhaft.
Mitglied & zertifiziert
Hauptsitz
Neukirchen-Vluyn
Vluyner Platz 2a, 47506 Neukirchen-Vluyn
Niederlassung
Erkelenz
Südpromenade 25, 41812 Erkelenz
Wo wir arbeiten
Von Neukirchen-Vluyn und Erkelenz aus betreuen wir Betoninstandsetzungen im gesamten Rheinland und im westlichen Ruhrgebiet. Der Schwerpunkt liegt bei Wohnanlagen und Gewerbeobjekten in Duisburg, Oberhausen, Krefeld, Düsseldorf und Mönchengladbach.
Der Gebäudebestand dieser Region bringt ein Schadensbild mit sich, das wir fast wöchentlich sehen. In den sechziger und siebziger Jahren entstanden hier ganze Siedlungen in Stahlbetonbauweise, mit Betondeckungen, die nach heutigen Maßstäben knapp bemessen sind. Diese Bauten erreichen jetzt das Alter, in dem die Karbonatisierungsfront die Bewehrung erreicht. Balkonuntersichten, Laubengänge und Stützen sind dabei zuerst betroffen, weil sie direkt bewittert werden.
Wir arbeiten nach der DAfStb-Instandhaltungsrichtlinie und DIN EN 1504, sind TÜV- und SIVV-zertifiziert und verbauen Systeme von Köster und MC-Bauchemie. Auf unsere Arbeiten geben wir zehn Jahre schriftliche Gewährleistung.
Ratgeber Betonsanierung
Warum Beton überhaupt kaputtgeht
Beton selbst ist ein robuster Baustoff. Was in Bauwerken versagt, ist meist der Bewehrungsstahl darin. Frischer Beton ist stark alkalisch, und diese Alkalität legt einen unsichtbaren Schutzfilm um den Stahl, der ihn vor Rost bewahrt. Geht dieser Schutz verloren, beginnt die Bewehrung zu korrodieren. Rost braucht mehr Platz als blanker Stahl, der Druck sprengt die Betondeckung ab, die Bewehrung liegt frei und rostet schneller weiter.
Zwei Vorgänge zerstören den Schutzfilm, und sie sehen unterschiedlich aus.
Karbonatisierung: der langsame Weg
Kohlendioxid aus der Luft dringt in den Beton ein und reagiert dort mit dem Calciumhydroxid des Zementsteins. Dabei sinkt der pH-Wert von etwa 12 bis 13 auf unter 9, und der Schutzfilm um den Stahl löst sich auf. Die Karbonatisierungsfront wandert von der Oberfläche nach innen, anfangs schnell, dann immer langsamer.
Solange die Front die Bewehrung nicht erreicht hat, passiert nichts. Deshalb ist die Betondeckung das entscheidende Maß: Sie bestimmt, wie viele Jahrzehnte ein Bauteil hält. Bei Bauwerken aus den sechziger und siebziger Jahren ist sie häufig knapper ausgeführt, als es heute zulässig wäre, und genau diese Bauten kommen jetzt in die Sanierung.
Typische Anzeichen sind Rostfahnen an Balkonuntersichten, Abplatzungen an Kanten und Stützenfüßen und Risse, die dem Verlauf der Bewehrung folgen. Die Karbonatisierungstiefe lässt sich vor Ort mit einem Indikator an einer frischen Bruchfläche messen.
Chloride: der schnelle Weg
Tausalz im Winter, Meerwasser oder chloridhaltige Zusatzmittel bringen Chloridionen in den Beton. Sie zerstören den Schutzfilm punktuell, auch wenn der pH-Wert noch hoch ist. Die Folge ist Lochfraß: Der Stahl verliert an einzelnen Stellen erheblich an Querschnitt, während die Oberfläche noch unauffällig aussieht.
Das macht Chloridschäden gefährlicher als Karbonatisierung. Ein Bauteil kann statisch bereits beeinträchtigt sein, bevor jemand etwas sieht. Wie viel Chlorid im Beton steckt, zeigt eine Probenentnahme mit Bestimmung des Chloridprofils über die Tiefe. In Tiefgaragen und auf Parkdecks ist das der Standardfall.
Betonkrebs: was dahintersteckt
Der Begriff Betonkrebs taucht meist in Berichten über Autobahnen und Brücken auf und verunsichert Eigentümer entsprechend. Gemeint ist die Alkali-Kieselsäure-Reaktion.
Bestimmte Gesteinskörnungen enthalten reaktionsfähige Kieselsäure. Trifft sie auf die Alkalien im Zement und ist genug Feuchtigkeit vorhanden, entsteht ein Gel, das Wasser aufnimmt und dabei quillt. Der Druck sprengt den Beton von innen. Sichtbar wird das als netzartige Rissbildung an der Oberfläche, oft begleitet von gelartigen Ausscheidungen an den Rissen.
Der Schaden sitzt im Material selbst, weshalb eine Beschichtung darüber nichts ausrichtet. Möglich ist zweierlei: den Feuchtezutritt konsequent unterbinden, damit die Reaktion zum Stillstand kommt, und geschädigte Bereiche austauschen. Bei Verdacht gehört eine Betonprobe ins Labor, bevor irgendjemand ein Angebot schreibt.
Ein Wort zur Beruhigung: Netzrisse sind noch kein Beweis. Sie entstehen auch durch Schwinden oder Frost, und das sind vergleichsweise harmlose Ursachen. Wir haben schon Eigentümergemeinschaften erlebt, die sich wegen eines Zeitungsartikels auf eine Millionensanierung eingestellt hatten, und am Ende war es Schwindriss.
Wie eine Betoninstandsetzung abläuft
Am Anfang steht die Bestandsaufnahme. Wir nehmen die Schäden auf, messen die Betondeckung, bestimmen die Karbonatisierungstiefe und entnehmen bei Verdacht auf Chloridbelastung Proben. Bei tragenden Bauteilen wird ein sachkundiger Planer eingebunden, so wie es die Instandhaltungsrichtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton vorsieht.
Aus dem Befund folgt das Instandsetzungsprinzip. Bei chloridbelastetem Beton arbeiten wir nach R-CL, also mit dem vollständigen Entfernen des belasteten Materials bis hinter die Bewehrung. Bei karbonatisiertem Beton geht es darum, den Alkalitätsschutz über einen ausreichend dicken Betonersatz wiederherzustellen. Wo Feuchtigkeit der Treiber ist, steht die Absenkung des Wassergehalts im Vordergrund.
Dann wird der geschädigte Beton abgetragen, bevorzugt mit Höchstdruckwasserstrahlen. Das Verfahren löst den geschädigten Beton heraus, ohne das verbleibende Gefüge durch Schläge zu beschädigen, und legt die Bewehrung frei, ohne sie anzugreifen. Beim Stemmen entstehen Mikrorisse im Restbeton, die später neue Angriffspunkte bilden.
Freigelegter Stahl wird entrostet, bei Querschnittsverlust ergänzt oder ersetzt und mit Korrosionsschutz beschichtet. Danach folgt die Reprofilierung mit kunststoffmodifiziertem Zementmörtel, je nach Bauteil im Auftrags- oder im Spritzverfahren. Die Systeme sind aufeinander abgestimmt und nach DIN EN 1504 geprüft.
Zum Abschluss bekommt die Fläche ein Oberflächenschutzsystem, das Wasser, Kohlendioxid und Chloride fernhält. Welches System passt, hängt davon ab, ob die Fläche befahren wird, ob Risse zu überbrücken sind und wie stark sie beansprucht wird.
Was die Zertifikate bedeuten
Der SIVV-Schein ist der Sachkundenachweis für das Schützen, Instandsetzen, Verbinden und Verstärken von Betonbauteilen. Wer ihn hat, wurde in den Verfahren und den zugehörigen Regelwerken geschult und geprüft. Für Instandsetzungsarbeiten an tragenden Bauteilen ist geschultes Personal Voraussetzung.
Der sachkundige Planer ist eine eigene Rolle. Er ermittelt den Ist-Zustand, legt das Instandsetzungsprinzip fest und begleitet die Ausführung fachlich. Bei tragenden Bauteilen ist er nach der DAfStb-Richtlinie vorgeschrieben. Wenn ein Angebot für ein tragendes Bauteil diese Rolle gar nicht erwähnt, ist das ein Warnsignal. Meist bedeutet es, dass jemand eine Beschichtung verkauft und die Ursache nicht angefasst hat.
DIN EN 1504 ist die europäische Normenreihe für Produkte und Systeme zum Schutz und zur Instandsetzung von Betontragwerken. Sie definiert, welche Eigenschaften ein Reparaturmörtel, ein Korrosionsschutz oder eine Beschichtung nachweisen muss.
ITF ist TÜV- und SIVV-zertifiziert und arbeitet mit Systemen von Köster und MC-Bauchemie.
Für Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften
Betonschäden am Gemeinschaftseigentum werden selten von einer Person entschieden. Damit eine Maßnahme durch die Eigentümerversammlung geht, braucht sie eine Grundlage, die auch Laien nachvollziehen können.
Wir gliedern unsere Sanierungskonzepte deshalb in drei Stufen. Muss-Maßnahmen betreffen Standsicherheit und Verkehrssicherheit und dulden keinen Aufschub. Soll-Maßnahmen verlängern die Nutzungsdauer und sind wirtschaftlich sinnvoll, aber terminlich planbar. Kann-Maßnahmen betreffen Optik und Komfort. Diese Trennung macht aus einer Kostenliste eine Entscheidungsvorlage.
Wichtig für die Verwaltung: Aus der Verkehrssicherungspflicht folgt eine Handlungspflicht, sobald Schäden bekannt sind. Herabfallende Betonstücke an einer Balkonuntersicht oder in einer Tiefgarage sind ein Haftungsthema. Eine dokumentierte Bestandsaufnahme schafft eine belastbare Grundlage, auch wenn die Sanierung erst im Folgejahr beschlossen wird.
Planen Sie außerdem Zeit ein. Zwischen der ersten Feststellung und dem Baubeginn liegen bei größeren Maßnahmen realistisch sechs bis zwölf Monate, verteilt auf Bestandsaufnahme, Konzept, Angebotsvergleich und Beschlussfassung.
Was eine Betonsanierung kostet
Die Spanne ist groß, weil der Schadensumfang alles bestimmt. Eine punktuelle Instandsetzung an einer einzelnen Stütze oder einer Balkonkante bewegt sich im niedrigen vierstelligen Bereich. Eine flächige Instandsetzung mit Betonabtrag, Reprofilierung und Oberflächenschutzsystem wird nach Quadratmeter kalkuliert und erreicht bei größeren Objekten schnell einen sechsstelligen Betrag.
Die drei größten Kostentreiber sind der Grad der Chloridbelastung, weil er über die Abtragstiefe entscheidet, die Zugänglichkeit für Gerät und Absaugung, und die Frage, ob während der Arbeiten abgestützt werden muss.
Eine fachgerecht ausgeführte Instandsetzung mit geprüftem Oberflächenschutz verlängert die Nutzungsdauer eines Bauteils um etwa 15 bis 25 Jahre, vorausgesetzt, die Beschichtung wird regelmäßig kontrolliert und ausgebessert. Diese Zahl ist das eigentliche Argument gegenüber Eigentümern, die eine Sanierung für teuer halten.