Hauptsitz
Neukirchen-Vluyn
Vluyner Platz 2a, 47506 Neukirchen-Vluyn
Niederlassung
Erkelenz
Südpromenade 25, 41812 Erkelenz
Wo wir arbeiten
Wir sind in Neukirchen-Vluyn am Vluyner Platz und in Erkelenz an der Südpromenade ansässig. Balkone sanieren wir schwerpunktmäßig in Düsseldorf, Neuss, Krefeld, Duisburg und Meerbusch, dazu im gesamten Kreis Wesel und im Rhein-Kreis Neuss.
Über 500 sanierte Balkone in Nordrhein-Westfalen liegen hinter uns, und ein Aufbau begegnet uns dabei immer wieder: eine auskragende Betonplatte aus den sechziger oder siebziger Jahren, darauf eine Fliesenschicht aus den Achtzigern, dazwischen eine Abdichtung, die längst über ihre Nutzungsdauer hinaus ist. In Wohnanlagen mit zwanzig oder mehr gleichartigen Balkonen rechnen wir das Projekt als Gesamtmaßnahme, weil Gerüst und Baustelleneinrichtung dann nur einmal anfallen.
Wir arbeiten mit Abdichtungssystemen von Köster und MC-Bauchemie und geben zehn Jahre schriftliche Gewährleistung auf die Abdichtung.
Ratgeber Balkonsanierung
Wie ein Balkon aufgebaut ist
Wer verstehen will, warum eine Balkonsanierung kostet, was sie kostet, muss wissen, was unter dem Belag steckt. Von unten nach oben sind das meist fünf Schichten.
Zuunterst die Betonplatte, entweder als auskragende Verlängerung der Geschossdecke oder als aufgeständerte Konstruktion. Darüber ein Gefälleestrich, der das Wasser zur Außenkante oder zum Ablauf führt. Darauf die Abdichtung, die eigentliche Schutzschicht. Dann eine Drainage- oder Entkopplungsschicht, die Wasser abführt und Bewegungen aufnimmt. Ganz oben der Belag.
Bei einer Sanierung wird selten nur die oberste Schicht getauscht. Sobald Wasser bis zur Betonplatte durchgekommen ist, muss der Aufbau bis dorthin zurück, weil eine neue Abdichtung auf feuchtem Untergrund nicht hält. Das erklärt den Unterschied zwischen einem Angebot über 2.000 Euro und einem über 8.000 Euro für scheinbar denselben Balkon.
Das Gefälle entscheidet über die Lebensdauer
Wasser, das auf einem Balkon stehen bleibt, findet jeden Schwachpunkt. Deshalb ist das Gefälle das wichtigste Maß der gesamten Konstruktion. Die Fachregeln nennen mindestens 1,5 Prozent, empfehlenswert sind 2 Prozent. Auf drei Metern Balkontiefe sind das sechs Zentimeter Höhenunterschied.
In der Praxis fehlt dieses Gefälle bei vielen Bestandsbalkonen, oder es ist über die Jahre durch Setzungen verloren gegangen. Ein Balkon, auf dem nach dem Regen Pfützen stehen, hat ein Gefälleproblem. Keine Abdichtung der Welt gleicht das dauerhaft aus.
Beim Neuaufbau stellen wir das Gefälle deshalb mit her, auch wenn das den Aufwand erhöht. Wir wissen, dass wir damit gegen günstigere Angebote antreten, in denen dieser Posten fehlt. Uns ist ein Auftrag lieber, den wir in zehn Jahren nicht wiedersehen.
Aus dem Sanierungsprozess bei einem Balkon in Köln
Kann man über bestehende Fliesen abdichten?
Diese Frage bekommen wir häufig, und die ehrliche Antwort lautet: manchmal ja.
Möglich ist es, wenn die vorhandenen Fliesen fest sitzen, keine Hohlstellen aufweisen, der Untergrund darunter trocken ist und ausreichend Gefälle vorhanden ist. Dann wird die Fläche gereinigt, angeschliffen, grundiert und mit Flüssigkunststoff überarbeitet. Das spart den Rückbau, die Entsorgung und einen erheblichen Teil der Arbeitszeit.
Es scheitert an vier Punkten. Wenn einzelne Fliesen hohl klingen, ist der Verbund gestört und die neue Schicht bekommt keinen tragfähigen Untergrund. Wenn im Aufbau bereits Feuchtigkeit sitzt, wird sie eingeschlossen und arbeitet weiter. Wenn das Gefälle fehlt, verlagert man das Problem nur nach oben. Und wenn der Aufbau höher wird, kann die Höhe an der Türschwelle knapp werden, denn dort braucht die Abdichtung einen Anschluss über der fertigen Oberfläche.
Wir prüfen das vor Ort mit Abklopfen und einer Feuchtemessung. Geht es, sagen wir es. Geht es nicht, sagen wir auch das. Eine Beschichtung über einem feuchten Aufbau hält zwei bis drei Jahre, danach zahlen Sie zweimal.
Welches Abdichtungsverfahren wann passt
Flüssigkunststoff ist der Standard bei anspruchsvollen Balkonsanierungen. Das Material wird in mehreren Lagen aufgetragen, verbindet sich fugenlos mit dem Untergrund und überbrückt Risse. Es lässt sich um Geländerpfosten, Abläufe und Türanschlüsse herum sauber ausführen, und genau dort entscheidet sich die Dichtheit. Es ist UV-beständig und begehbar, dafür teurer als die Alternativen.
Bitumenbahnen sind bewährt und kostengünstiger, vor allem wenn anschließend Platten oder Fliesen verlegt werden. Zwei Lagen, sauber verschweißt oder verklebt, halten lange. Die Schwachstelle liegt in den Überlappungen und in den Anschlüssen an Wand und Türschwelle, wo die Bahnen zugeschnitten und aufgekantet werden müssen.
Mineralische Dichtschlämme eignet sich für kleinere Flächen, Ausbesserungen oder als Untergrundvorbereitung. Sie haftet gut auf Beton und ist einfach zu verarbeiten, braucht aber drei bis vier Tage zum vollständigen Aushärten und ist mechanisch weniger belastbar als Flüssigkunststoff. Für eine vollständige Neuabdichtung setzen wir sie nur in Kombination mit einem weiteren System ein.
EPDM-Folien kommen bei uns selten zum Einsatz. Sie sind langlebig und werden auf großen Flachdächern häufig verwendet, aber auf kleinen Balkonen mit vielen Durchdringungen und Anschlüssen ist die Bahnenverlegung aufwendig, und jede Naht ist ein potenzieller Schwachpunkt. Bei größeren Dachterrassen kann sich das anders darstellen.
Wo Balkone tatsächlich undicht werden
Die Fläche selbst hält meistens. Was undicht wird, sind die Ränder und Übergänge. Vier Stellen fallen uns dabei immer wieder auf.
Der Anschluss an die Hauswand muss ausreichend hoch aufgekantet und mechanisch gesichert sein. Sackt die Abdichtung dort ab oder löst sie sich, läuft Wasser direkt in die Wand.
Die Türschwelle ist der schwierigste Punkt, weil dort Anschlusshöhe und Barrierefreiheit gegeneinander stehen. Eine zu niedrig geführte Abdichtung an der Schwelle ist eine der häufigsten Schadensursachen überhaupt.
Geländerbefestigungen, die durch die Abdichtung geschraubt sind, erzeugen Durchdringungen. Jede davon muss einzeln abgedichtet werden. Wo möglich, befestigen wir Geländer seitlich an der Stirnseite statt von oben.
Abläufe und Rinnen müssen an den tiefsten Punkt gesetzt und dicht an die Abdichtung angebunden sein. Ein verstopfter oder zu hoch sitzender Ablauf staut Wasser genau dort, wo es abfließen sollte.
Wenn die Decke unter dem Balkon feucht wird
Feuchte Flecken an der Balkonunterseite oder an der Decke des darunterliegenden Raums zeigen an, dass Wasser die Betonplatte durchdrungen hat. Ab diesem Punkt reicht eine neue Abdichtung allein nicht mehr.
Dringt Wasser dauerhaft in die Platte ein, erreicht es die Bewehrung. Der Stahl beginnt zu rosten, das Rostvolumen sprengt die Betondeckung ab, und aus dem Abdichtungsschaden wird ein Betonschaden. Sichtbar wird das als Rostfahnen und abplatzende Kanten an der Untersicht. Dann gehört zur Sanierung eine Betoninstandsetzung, bevor die neue Abdichtung aufgebracht wird.
Deshalb empfehlen wir immer um ein Foto der Balkonunterseite, wenn Sie uns Bilder schicken. Was dort zu sehen ist, sagt oft mehr über den Zustand als die Oberseite.
Beläge im Vergleich
Frostbeständige Fliesen und Feinsteinzeug sind pflegeleicht und langlebig. Wichtig ist die Verlegung im Dünnbettverfahren auf einer Drainagematte, damit Wasser unter dem Belag abfließen kann.
Betonplatten auf Stelzlagern lassen sich einzeln aufnehmen, was Wartung und spätere Kontrollen der Abdichtung erleichtert. Sie brauchen Aufbauhöhe.
Holzdielen wirken warm und sind angenehm zu begehen, brauchen aber Unterlüftung und regelmäßige Pflege. Ohne Luftzirkulation unter den Dielen bleibt Feuchtigkeit stehen.
WPC-Dielen aus Holz-Kunststoff-Verbund sind pflegeärmer als Holz und formstabiler, können sich bei starker Sonneneinstrahlung allerdings deutlich aufheizen.
Beschichtungen direkt auf der Abdichtung sind die schlankste Lösung, wenn die Aufbauhöhe knapp ist, und optisch fugenlos.
Balkonsanierung in der Eigentümergemeinschaft
Bei Eigentumswohnungen verläuft die Grenze mitten durch den Balkon. Die Betonplatte, die Abdichtung, das Geländer und die Entwässerung gehören zum Gemeinschaftseigentum, weil sie konstruktiv zum Gebäude gehören. Der Bodenbelag und alles, was Sie darauf stellen, zählt zum Sondereigentum.
Daraus folgt: Substanzschäden an Platte, Abdichtung oder Geländer muss die Gemeinschaft beheben und finanzieren. Als Eigentümer sind Sie verpflichtet, erkannte Schäden der Verwaltung zu melden. Erst dann kommt das Thema überhaupt auf die Tagesordnung der Eigentümerversammlung.
Bei Anlagen mit vielen gleichartigen Balkonen lohnt es sich, die Sanierung als Gesamtmaßnahme zu denken. Gerüst, Anfahrt und Baustelleneinrichtung fallen dann einmal an statt pro Balkon, und die Kosten je Einheit sinken deutlich.
Förderung und Steuervorteil
Eine Balkonsanierung als solche wird nicht gefördert. Zwei Wege gibt es trotzdem.
Wird der Balkon im Rahmen einer energetischen Maßnahme mitgemacht, etwa wenn eine auskragende Balkonplatte als Wärmebrücke bei einer Fassadendämmung mitbehandelt wird, kann die Maßnahme Teil einer Förderung der Bundesförderung für effiziente Gebäude sein. Das setzt eine energetische Fachplanung voraus.
Unabhängig davon lassen sich Handwerkerleistungen steuerlich geltend machen. Nach § 35a EStG sind 20 Prozent der Arbeitskosten absetzbar, gedeckelt auf 1.200 Euro im Jahr. Voraussetzung ist eine Rechnung mit getrennt ausgewiesenem Arbeitslohn und die Zahlung per Überweisung. Wir weisen den Arbeitsanteil in unseren Rechnungen deshalb separat aus.
Was eine Balkonsanierung kostet
Die Spanne reicht von etwa 1.500 Euro für eine reine Neuabdichtung mit Beschichtung auf tragfähigem Untergrund bis zu 10.000 Euro für eine Komplettsanierung mit Betoninstandsetzung, neuem Aufbau, Geländer und Entwässerung. Als Orientierung für eine fachgerechte Sanierung sind 200 bis 500 Euro pro Quadratmeter realistisch.
Sechs Faktoren bestimmen, wo Sie in dieser Spanne landen.
Zustand der Betonplatte: reine Abdichtung oder zusätzlich Betoninstandsetzung mit Bewehrungsfreilegung. Das ist der größte Einzelfaktor.
Rückbau und Entsorgung des alten Aufbaus, entfällt beim Abdichten über Bestand.
Gefälle herstellen, falls es fehlt.Geländer, je nach Ausführung ein erheblicher Posten.
Zugänglichkeit, also ob Gerüst oder Hebebühne nötig sind.
Anzahl der Balkone, denn bei Wohnanlagen sinkt der Preis je Einheit deutlich.
Bei uns dauert die Abdichtung mit neuem Belag in der Regel drei bis fünf Werktage, eine Komplettsanierung mit Betonarbeiten und Geländer fünf bis acht Werktage. Wir arbeiten mit Festpreisen.
Terrassen und Dachterrassen
Für erdberührte Terrassen, Dachterrassen und Garagendächer gilt technisch dasselbe Prinzip, allerdings mit anderen Randbedingungen. Größere Flächen bedeuten mehr Bewegung im Untergrund und höhere Anforderungen an die Rissüberbrückung. Bei Dachterrassen über beheizten Räumen kommt der Wärmeschutz dazu, und über Garagen entscheidet die Abdichtung darüber, ob der Raum darunter trocken bleibt.
Wir sanieren diese Flächen mit denselben Systemen und stimmen den Aufbau auf die jeweilige Nutzung ab.